Das Spitzenspiel wurde von den einsatzfreudigeren Gästen verdient gewonnen. Bereits in der 12. Minute traf Wolf zum 0:1. Nach einem Abwehrfehler auf der rechten Seite schloss Wolf aus halbrechter Position ab. Trotz des höheren Anteils an Ballbesitz und zwingenderen Chancen der Martinrodaer Reserve, verstanden es die Gäste mit direktem Spiel immer wieder mit weiten Bällen für Gefahr zu sorgen. Das 0:2 in der 65. Minute erzielte Reimann aus klarer Abseitsposition mit Schrägschuss nach Steilpass von Lasse. Glück bei der Anerkennung des zweiten Treffers, da der Torschütze mindestens um zwei Schritte voraus bei Ballabgabe von Schrumpf im Abseits stand. Kurz vorher verpassten die Gastgeber den Ausgleichstreffer, als Schmitt den Ball auf Kah durchsteckte und dieser trotz gezieltem Abschluss an Torwart Nüchter scheiterte. Der dritte Treffer der Gäste in der 73. Minute durch Greßler, der einen Zweikampf gegen Schupp gewinnen konnte und verdeckt abschloss, war die Vorentscheidung in diesem Spiel. Obwohl die Hausherren per unberechtigten Elfmeter durch Kah in der 77. Minute den schnellen Anschluss schafften und noch einige Hochkaräter liegen ließen (Kah 81., Schumacher 83., Sterzing 85.) blieb es beim verdienten Erfolg für Gräfenroda.
Das ewige von hoher Brisanz begleitete Nachbarschaftsderby war auch diesmal kämpferisch aber in fairer Weise über die Bühne gegangen. Schiedsrichter Linke hatte viel Arbeit, löste seine Aufgabe aber konsequent und fehlerlos.
Offensiv eingestellt legten beide Mannschaften gleich zu Beginn ein enormes Tempo vor und drängten aufeine zeitige Entscheidung. Dabei standen die Torhüter Jo Nüchter und Brückner während der ersten 25 Minuten mit sehr guten Leistungen im Mittelpunkt des Geschehens und verhinderten einen Rückstand ihrer Elf. So scheiterten Hopf, Kiefer, und Tresselt mit Schüssen und Kopfbällen an Jo Nüchter sowie Wanderer und Wolf an Brückner. Als sich beide Mannschaften mit einem torlosen Pausenergebnis abgefunden zu haben schienen, kam Wanderer nach einem unglücklichen Querschläger durch Primas in Ballbesitz und staubte zum 0:1 ab (45.).
In der zweiten Halbzeit mühten sich die Einheimischen um ihre spielerische Linie und um den Anschlusstreffer. Aber nach Fehlpass von Günschmann landete das Leder bei Wolf, der sich das 0:2 nicht entgehen ließ (59.). Damit war die Messe gelesen. Dank ihrer spielerischen, kämpferischen und Schnelligkeitsvorteile beherrschten die Gräfenrodaer die Szenerie immer besser und stellten mit Langpeters Freistoß das 0:3 Endergebnis her (80.).
Gleich zwei Mal kreuzten beide Mannschaften innerhalb von einer Woche die Klingen. Das Punktspiel entschieden die Haarhäuser daheim durch einen Treffer von Barth knapp mit 1:0. Dafür wollten sich natürlich die Jungs um Trainer Norbert Penkert im Pokalspiel revanchieren.Dementsprechend ging es von der ersten Minute auch kampfbetont zur Sache. Barth mit einem Freistoß am rechten Pfosten vorbei und Zielke, er scheiterte aus wenigen Metern am aufmerksamen Torwart Nüchter, waren die ersten beiden nennenswerten Aktionen (11./13.). Dann viel Aufregung bei den Gräfenrodaer Fans: Bosecker sah nach einem groben Foul „nur“ Gelb (17.). Es war danach viel „Feuer“ im Spiel und die Gemüter auf beiden Seiten waren sehr gereizt. Schiedsrichter krause versuchte immer wieder die Wogen zu glätten, hatte aber mit seinen Entscheidungen nicht immer das glücklichste Händchen. Nach Reimanns Freistoß verpassten gleich mehrere Mitspieler den Ball (20.). Auf der Gegenseite konnte sich Torwart Nüchter bei Freistößen von Ritz und Barth zwei Mal auszeichnen (22./27.). In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit die Führung für die Einheimischen. Ferchof brachte Greßler im Strafraum zu Fall und es gab Elfer. Reimann verwandelte knallhart zum 1:0 halbhoch ins linke Eck (45. +2).
Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit mehrere klare Gelegenheiten für die Gastgeber um entscheidend davon zu ziehen. Schrumpf, Reimann, Ligwe und Greßler sündigten regelrecht mit Ihren Möglichkeiten (49./52./55./61.).Eine wohl vorentscheidendeSituation in der 82. Minute: Reimann foulte Ferchof und sah dafür „Rot“. Nach Meinung der Zuschauer wurde mit zweierlei Maß gemessen, dann nach einer vergleichbaren Situation hatte es in der ersten Halbzeit für Bosecker nur Gelb gegeben. Jetzt stand Schiedsrichter Krause immer wieder im Blickpunkt der Fans, seine Entscheidungen wurden immer wieder kritisiert. Nachdem Werner und Ritz zwei weitere Chancen zum Ausgleich versiebt hatten (80./85.), kam es doch noch zum Jubel im Haarhäuser Lager. Routinier Barth war mit einem abgefälschten Kopfball zum 1:1 erfolgreich und das bedeutete auch gleichzeitig Verlängerung.
In Überzahl spielend waren die Gäste aus Haarhausen dann das dominierende Team. Immer wieder war es der laufstarke Barth, der für Unruhe sorgte. In der 94. Minute stürmte er über halblinks in den Strafraum und sein knallharter Schuss schlug zum 1:2 im kurzen Eck ein. Und der „Oldie“ legte noch eins drauf. Mit dem 1:3, einem Flachschuss aus wenigen Metern ins rechte Eck, machte er den Einzug in die Nächste Pokalrunde perfekt (104.). Man kann Heino Barth in zweierlei Hinsicht gratulieren. Am Vortag feierte er seinen 41. Geburtstag und dann so eine feine Leistung mit drei Toren abzuliefern verdient schon besondere Anerkennung. Also nachträglich noch herzlichen Glückwunsch! Nach dem Abpfiff wurde noch lange über manch eine Entscheidung Diskutiert. Fakt ist aber das sich Gräfenroda mit dem Auslassen von klarsten Chancen selber geschlagen hat und das sollte dabei nicht vergessen werden.
Bei schönstem Fußballwetter sahen 80 Besucher eine glänzende erste Halbzeit. Tempo, Einsatzstärke und gelungene Kombinationen ließen die Herzen höher schlagen. Schon in der dritten Minute prüfte Reimann mit einem Freistoß SG-Keeper Jonetz-Menzel. Dann waren die Gastgeber an der Reihe. Eine tückische Rechtsflanke von Barth konnte Torwart Joachim Nüchter im Nachfassen unschädlich machen (11.). Dann vergab Barth freistehend die Riesenchance zum Führungstreffer (13.). Glaß scheiterte am mit toller Fußabwehr klärenden Nüchter (17.). Auf der Gegenseite schoss Schrumpf aus Nahdistanz übers linke Dreiangel (22.). Dann lag zwei Mal die Gästeführung in der Luft, Zunächst fand Sauerbrey im toll parierenden Keeper Jonetz-Menzel seinen Meister und den Nachschuss von Greßler wehrte Werner auf der Linie ab (28.). In der 32. Minute die Führung für die Einheimischen: Einen Knaller von Glaß konnte „Jo“ Nüchter noch glänzend abwehren, aber beim Nachschuss von Routinier Barth aus wenigen Metern zum 1:0 hatte er keine Chance. Drei Minuten später jagte Ritz das Leder übers rechte Dreiangel (35.).
Nach dem Seitenwechsel ließ die spielerische Qualität nach. Die Zweikämpfe wurden viel zu verbissen und teilweise auch unfair geführt. Unrühmlicher Höhepunkt war die 86. Minute. Werners Attacke gegen Reimann an der Seitenlinie hätte „Rot“ verdient gehabt. Referee Krell ließ aber Gnade vor Recht ergehen und zeigte dem Sünder nur Geld. Ein paar Möglichkeiten gab es aber auch noch. Sauerbrey scheiterte mit seinem Flachschuss von der Strafraumgrenze am Torwart (47.). Die Haarhaäuser vergaben durch Zeuner und Barth zwei Mal (53./55.). Die Riesenchance alles klar zu machen hatte Barth auf dem Fuß (87.). Allein aufs Tor zu laufend konnte Nüchter den Flachschuss mit toller Parade abwehren. Nach dem Abpfiff verständlicher Jubel über den schwer erkämpften Sieg. Gegen ein Unentschieden hätte auch niemand was sagen können, denn das hätte vielleicht sogar noch eher dem Spielverlauf entsprochen.
Mit einem Sieg konnte der FSV auf den dritten Platz klettern. Nachdem die Gräfenrodaer zwei gute Möglichkeiten durch Wolf (06.) und Schrumpf (12.) versiebt hatten, kam die kalte Dusche. Nach einem Freistoß von der rechten Seite schaltete Brömel am schnellsten und vollendete aus Nahdistanz zum 0:1 (20.). Eine Spielerei vor dem eigenen Strafraum bestrafte der dazwischen laufende Wolf mit dem 1:1 (30.). Nur sechs Minuten später die Führung: Reimann schlug einen Freistoß in den Strafraum und Wolf reagierte ganz abgeklärt und ließ Torwart Münnich aus wenigen Metern zum 2:1 keine Chance (36.).
Nach dem Wechsel dominierten zunächst die Ilmenauer und der Ausgleich schien nur eine Frage der Zeit. Doch dann wohl die größte Eigenleistung durch Kapitän Langpeter. Er schnappte sich am eigenen Strafraum das Leder, marschierte über den ganzen Platz, spielte auch noch den Keeper aus und vollendete zum 3:1 (67.). Im Gegenzug fiel der Anschlusstreffer. Mohamad wurde nicht energisch genug angegriffen und seine Eingabe von der rechten Seite drückte Terzier zum 3:2 über die Linie (68.). Ilmenau warf mit zehn Mann alles nach vorne, Brömel war verletzt ausgeschieden und ein Reservespieler nicht vorhanden, wollte unbedingt einen Punkt retten. Doch Gräfenroda war jetzt clever genug und mit den nächsten beiden Treffern durch Wolf war alles entschieden. Zunächst entwischte er der Abwehr nach Steilpass von Schrumpf und überlistete den Torwart mit einem Flachschuss ins rechte Eck zum 4:2 (83.). Nur eine Minute später knallte er den Ball nach Ablage von Sauerbrey aus fast 30 Metern unhaltbar ins rechte Dreiangel (84.). Den Schlusspunkt setzte Sauerbrey mit einem Flugkopfball nach Ligwes Rechtsflanke (87.). Referee Lietsch machte seine Sache in einer fairen Begegnung ordentlich.
Eine schöne Aktion vor dem Anpfiff des Kreisligaspieles. Familie Leffler hatte vom Sporttreff Herkules eine Spielergarnitur gewonnen und der 1. Mannschaft zur Verfügung gestellt, wofür sich der Verein ganz herzlich bedankt!
Die Männer von der „Alten Lache“ übernahmen sofort die Initiative und setzten die Gäste unter Druck. Nach Eckbällen von Reimann vergaben Schrumpf und Kotlinsky zwei hochkarätige Chancen (02./03.). Doch nach knapp einer Viertelstunde schienen die Gäste schon auf der Siegerstraße. Langguth umspielte gleich drei Gegenspieler und vollendete in der 11. Minute mit 20-Meter-Flachschuss zum 0:1 ins rechte Eck. Nur zwei Minuten später verwandelte Berkes einen Foulstrafstoß zum 0:2 (13.). Danach übernhamen wieder die Gastgeber immer mehr das Zepter und Reimann war mit einem kapitalen 25-Meter-Freistoß ins linke Dreiangel zum 1:2 erfolgreich (25.). Die weiteren Angriffsbemühungen wurden dann durch Kotlinskys Knaller mit dem 2:2 belohnt (30.). Die Freude darüber war noch nicht richtig verklungen, da mussten die Gräfenrodaer erneut einem Rückstand hinterher rennen. Wieder war es Langguth der nach dem Anstoß das Leder übernahm und kurz vor der Strafraumgrenze mit Flachschuss zum 2:3 traf (31.). Der energische Einsatz der Einheimischen trug noch vor der Pause Früchte. Nach Vorarbeit von Langpeter überlistete Wolf den herausstürzenden Torwart Poidinger mit einem Heber zum 3:3 (41.).
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Gräfenroda am Drücker und erzielte in der 52. Minute die erstmalige Führung. Einen Eckball von Reimann jagte Wolf aus der Drehung zum 4:3 ins lange Eck. In der 80. Minute schickte Wolf dann gekonnt Greßler auf die Reise und der bedankte sich mit dem 5:3, ließ Poidinger aus wenigen Metern keine Abwehrchance.